Neue Technik für den Ernstfall
Der Landkreis Greiz hat zwei neue Fahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz angeschafft. Am 25. August haben Landrat Dr. Ulli Schäfer und Kreisbrandinspektor Sascha Rudolf den neuen Rüstwagen (RW) und den neuen Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) offiziell an die Freiwilligen Feuerwehren übergeben, wo sie künftig stationiert sein werden: Der RW in Ronneburg und der GW-Mess in Hohenleuben. Die Kosten in Höhe von 580.000 Euro und 418.168,28 Euro wurden vom Land Thüringen mit 187.000 Euro bzw. 99.000 Euro gefördert.
„Wir sind froh, damit die beiden alten Einsatzfahrzeuge aus den Jahren 1997 bzw. 1994 ersetzen zu können und damit auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein“, sagte der Landrat und verwies darauf, dass damit aber auch viel Vorbereitungsarbeit verbunden sei. „Der RW ist für schwere technische Hilfeleistung ausgelegt und entspricht quasi einer fahrenden Werkzeugkiste. Der GW-Mess wiederum ist ein Erkundungsfahrzeug für ABC-Einsätze, also atomar-biologogisch-chemische Einsätze und hat viele Mess- und Probenentnahmegeräte an Bord. Fahrzeugtechnik und Ausstattung haben sich über die Jahre natürlich stark geändert, weswegen die Kameraden, die im Einsatz mit dem neuen Fahrzeug arbeiten, vor dessen In-Dienststellung geschult werden und an ihm üben müssen“, erläuterte Sascha Rudolf. Das dauere mitunter vier Wochen und mehr. „Am Ende geht es um Zeit. Da muss jeder genau wissen, wo welches Gerät zu finden ist und wie man es bedient“, so der Kreisbrandinspektor.
Neben den beiden neuen Fahrzeugen übergaben er und der Landrat zum Termin in Ronneburg auch eine weitere Anschaffung des Landkreises. „Wir freuen uns, unseren Einheiten des Sanitäts- und Betreuungszuges sogenannte Kennzeichnungswesten überreichen zu dürfen. Für uns ist das ein wichtiges Signal, die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes zu unterstützen“, betonte Rudolf. Die Hilfsorganisation nehme die Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises seit Jahren ehrenamtlich wahr. Die insgesamt 16 Westen, für die der Landkreis Greiz rund 3.000 Euro im Haushalt eingestellt hat, dienen der Kennzeichnung der Führungskräfte im Einsatz. „Im Ernstfall arbeiten ja mehrere Organisationen zusammen, da kennt nicht jeder jeden. Mit den Westen können alle Einsatzkräfte die Führungspersonen der beiden Züge künftig klar zuordnen, was die personelle Organisation der Kräfte und Mittel wirklich vereinfacht“, so der Kreisbrandinspektor abschließend.
Gut zu wissen
Sowohl Rüstwagen als auch Gerätewagen-Messtechnik sind gemäß Thüringer Feuerwehr-Organisationsverordnung von jedem Landkreis im Rahmen des Brand- und Katastrophenschutzes vorzuhalten.

