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19.06.2026 11:41

Landrat und Bürgermeisterin kämpfen für Grundschule Hohenleuben

Dr. Ulli Schäfer und Stefanie Soch schreiben an Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz: dringende Bitte um kurzfristige Fördermittel


Dr. Ulli Schäfer, Landrat des Landkreises Greiz, und Stefanie Soch, Bürgermeisterin der Stadt Hohenleuben, wenden sich an Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz mit der dringenden Bitte, kurzfristig Fördermittel für die Sanierung der Grundschule Hohenleuben bereitzustellen. Beide unterzeichneten einen entsprechenden Brief bei einem Vor-Ort-Termin am Freitag, 19. Juni 2026, an dem auch Stadtratsmitglieder, Vertreter der Kreisverwaltung und Schulleiterin Carmen Schiller teilnahmen. Der Sanierungsbedarf an der Schule wird auf 4,44 Millionen Euro beziffert.

„Die Grundschule Hohenleuben ist ein unverzichtbarer Bildungsstandort für die Stadt und die umliegende Region. Sie sichert die wohnortnahe Grundschulbildung für zahlreiche Kinder und ist zugleich ein wichtiger Standortfaktor für Familien, Vereine und das gesellschaftliche Leben im ländlichen Raum“, heißt es in dem Brief. Die aktuelle bauliche Bewertung zeige jedoch einen außerordentlich kritischen Zustand des Schulgebäudes. Besonders die Tragkonstruktionen der Treppen weisen erhebliche Schäden auf, zahlreiche Treppenstufen habe man bereits durch Stahlkonstruktionen sichern müssen. Hinzu kämen erhebliche Mängel beim Brandschutz, der Elektroanlage, bei Sanitär- und Haustechnik, der Barrierefreiheit sowie weitere sicherheitsrelevante Defizite. Die Situation habe inzwischen eine Dimension erreicht, die weit über den üblichen Sanierungsbedarf hinausgehe. „Nach einer Begehung durch das Staatliche Schulamt Ostthüringen Gera, das Landratsamt Greiz, die Schulleitung sowie eine Elektrofachfirma wurde festgestellt, dass ein sicherer Schulbetrieb am Standort Hohenleuben nur noch eingeschränkt möglich ist“, betonen Landrat und Bürgermeisterin. Zwar kann durch eingeleitete Sofortmaßnahmen und nur unter größter Vorsicht der Schulbetrieb in Hohenleuben für die wenigen Tage bis zu den Sommerferien weiterhin stattfinden, eine Dauerlösung ist das aber nicht, so dass die Grundschule mit Schuljahresbeginn 2026/27 vorübergehend in die Grundschule „Osterburg“ nach Weida ausgelagert wird.

Landrat Dr. Schäfer und Bürgermeisterin Soch machen in dem Schreiben an Minister Schütz auf die erheblichen Belastungen aufmerksam, die der notwendige Umzug nach Weida für Schüler, Familien und die Stadt Hohenleuben bedeutet. Sie bekräftigen, dass der Schulstandort Hohenleuben Bestandteil des gültigen Schulnetzplanes des Landkreises ist. „Eine Unterstützung des Freistaates würde nicht nur den Erhalt des Schulgebäudes sichern. Sie würde vor allem den Kindern in unserer Region eine Perspektive geben und ein deutliches Zeichen setzen, dass auch kleinere Städte und Gemeinden auf die Unterstützung des Landes zählen können“, appellieren die beiden Kommunalpolitiker an die Landesregierung.