Willkommen im Landkreis Greiz
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Historisch

Die Besiedlung des Gebietes entlang der Weißen Elster erfolgte relativ spät. Als Waldland war es in urgeschichtlicher Zeit lediglich Durchzugsgebiet. In der Region ist nur eine größere Höhensiedlung auf dem Eselsberg zwischen Berga und Wünschendorf bekannt, die aus der Bronze- und früheren Eisenzeit (15. - 13. Jh. v.u.Z.) stammt. Erst im 9. und 10. Jahrhundert erfolgte die Landnahme durch slawische Sorben. Ortsnamen mit der Endung "-itz" deuten noch heute auf ihren slawischen Ursprung hin. Im 12. Jahrhundert wurde auch das Vogtland von der deutschen Ostexpansion erfaßt. Ortsnamen mit den Endungen "-grün", " -dorf" und "-reuth" weisen auf den germanischen Ursprung.

Die Staufer setzten zur Sicherung ihrer Königsgewalt im 12. Jahrhundert in diesen großen Reichswaldgebieten Vögte ein, von denen die Landschaft ihren Namen "Vogtland" erhielt. Dazu gehörten die Herren von Weida, die sich ab 1209 Vögte von Weida und ab 1244 Vögte von Weida, Gera und Plauen nannten. Dieses Vogtland reichte weit über die Grenzen der heutigen Landschaft hinaus.

Von den Vogtsfamilien überlebten nur die Fürstenhäuser Reuß, deren jüngere Linie ihren Stammsitz in Gera und Schleiz hatte. Stammsitz der älteren Linie war Greiz, wozu auch Zeulenroda gehörte. Die beiden Fürstentümer vereinigten sich 1919 zu dem Volksstaat Reuß, der neben anderen Herzog- und Fürstentümern am 1. Mai 1920 in das neugegründete Land Thüringen einging.

Im April 1945 erreichten im Verlauf der Kriegshandlungen amerikanische Truppen die Thüringer Region. Aufgrund der Vereinbarungen der Alliierten räumten diese Besatzungstruppen das Land am 3. Juli 1945. Es wurde Teil der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.

Als Bundesland ist Thüringen am 7. November 1990 entstanden. Der seit dem 12. Jahrhundert verwendete Begriff Vogtland hat sich bis heute erhalten. Territorial gehören jedoch nur der Landkreis Greiz sowie kleinere weitere Gebiete Thüringens dazu.

Die heutigen Grenzen des Landkreises Greiz bestehen seit dem 1. Juli 1994. Im Rahmen der damaligen Gebietsreform wurden die ehemaligen Landkreise Gera-Land, Zeulenroda und (Alt)Landkreis Greiz zusammengeschlossen. Im heutigen Landkreis Greiz leben ca. 110.000 Menschen auf einer Fläche von 843 km2.

Kreiswappen

Über einem schwarz-gold geteilten und mit einem gebogenen, schrägrechten grünen Rautenkranz belegten Schildfuß von Schwarz und Silber geteilt zeigt es vorn einen aufrechten goldenen, rotbekrönten und -bewehrten Löwen und hinten einen goldenen Kranich.

Es beruht auf der Darstellung historischer Herrschaftsverhältnisse im Gebiet des jetzigen Kreises und bewahrt wichtige Bilder der Kreiswappen der ehemaligen Landkreise Gera, Greiz und Zeulenroda. Der reussische Löwe symbolisiert die dominierende Rolle des Hauses Reuss. Der Kranich gibt einen Hinweis auf die Herrschaft Kranichfeld bei Weimar. Durch den Rautenkranz auf Schwarz und Gold wird auf das frühere Großherzogtum Sachsen verwiesen.