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02.08.2018 12:16

Naturschutztag 2018 widmet sich Bäumen im Siedlungsraum, deren Pflege und Erhalt


Die meisten Bäume werden in Städten und Gemeinden gepflanzt, um das Ortsbild zu verschönern, damit sie an heißen Tagen Schatten spenden oder zur Verbesserung der Luftqualität. Doch welcher Baum ist der richtige für den jeweiligen Standort und wie werden die Pflegemaßnahmen fachgerecht ausgeführt? Diese und weitere Fragen beantworteten verschiedene Fachleute den Teilnehmern des 21. Naturschutztages des Landkreises unter dem Motto: „Stürmische Zeiten für Bäume im Siedlungsraum - Kommunale und behördliche Verantwortung für den Baumschutz“.
Eingeladen hatte der Naturschutzbeirat vor allem Vertreter aus Kommunen, die sich mit dieser Thematik ständig auseinandersetzen müssen. Vorsitzender Rasmus Röhling moderierte die Veranstaltung. Eingestimmt wurden die etwa 60 Teilnehmer mit einem Vortrag des Forstwissenschaftlers Peter Nembach, der als Baumbegutachter über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt und somit das Thema Verkehrssicherheitspflicht bei Bäumen im Spannungsfeld zwischen Erhalt von Großgrün und Gefahrenabwehr praxisnah vermitteln konnte. Dabei spielte die Baumkontrolle samt Dokumentation eine wichtige  Rolle, ohne die man im Schadensfall vor Gericht schlechte Karten hat.
Die ganztägige Bus-Exkursion begann an der Kastanienallee in Hohenleuben. Bürgermeister Dirk Bergner erklärte vor Ort die Probleme, die im Rahmen einer bereits durchgeführten Baumaßnahme der lediglich drei Meter breiten, von Kastanien gesäumten Straße entstanden waren. Um das Prüfszenario bei der Ausweisung eines Naturdenkmals ging es am Fuße einer stattlichen Eiche am Weg zwischen Neumühle und Gommla.
André Matzke vom Garten- und Landschaftsbau Greiz demonstrierte in Langenwolschendorf, wie mittels eines Bohrwiderstandsmessgerätes festgestellt werden kann, ob das Holz eines Baumes noch tragfähig genug ist. Christoph Kummer zeigte eine Baumhöhlenkontrolle mittels eines Endoskops. Dipl.-Forstwirtin Anja Ungermann von der Stadtverwaltung Zeulenroda-Triebes zeigte Fehler auf, die einst bei der Pflanzung der Platanen im Bereich der Solle-Schule gemacht wurden. Am Zeulenrodaer Gymnasium wurde das richtige Pflanzen eines Baumes demonstriert.  Letzte Station der Exkusion war die Schwedeneiche in Weida, wo die Teilnehmer von den Weidschen Kuchenfrauen herzlich empfangen wurden. Um dieses Naturdenkmal zu erhalten, wurden 50.000 Euro in die Sanierung, u. a. für die Konstruktion der Stützen für die riesigen Äste investiert.
(Christian Freund)