Pölzig

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Pölzig

Grafik: Wappen von PölzigAnschrift:
Gemeinde Pölzig
J.-S.-Bach-Str. 20
07554 Pölzig

Tel.: 036695 20611-13
Fax: -

Bürgermeister: Klaus-Frieder Heuzeroth (ehrenamtlich)

E-Mail:
Internet: http://www.vg-brahmetal.de

Verwaltungsgemeinschaft (VG): VG "Am Brahmetal"

Einwohner: 1.322 (Stand 30.06.2006 TLS)
Fläche: 7,76 km2
Höhe: 240-295,1 m ü. NN
Ersterwähnung: 1184
Partnergemeinde: Manderscheid/Rheinland-Pfalz

Ortsteile: Beiersdorf, Pölzig, Sachsenroda und Wüstenroda

Geschichte von Pölzig:

Bereits vor 4500 Jahren besiedelten Schnurkeramiker das Thüringer Land und so auch die Gemarkungen von Pölzig. Um 1000 u. Z. gründeten sorbische Siedler den Ort "Belsk" oder "Belsko". Die Übersetzung der Namen: "Schöner, heller, lichter Ort am gewundenen Bachlauf".
Von 1184 war die erste schriftliche Erwähnung, in der Henricus de Beelz genannt wurde. Henricus nahm unter Kaiser Friedrich I. am 3. Kreuzzug nach Palästina teil. Nach dem er zurück kehrte, erhielt er Belsk als "Reichs-Lehen" verliehen und nannte sich "Ritter Heinrich von Creutz". Fast durchgehend bis 1681 herrschten die Nachkommen von Creutzen über Pölzig. Mit der Herzogin von Coburg-Gotha, die 1826 den Baron Hanstein heiratete - beide nannten sich fortan "Graf und Gräfin von Pölzig" - haben die Besitzer von Pölzig viermal gewechselt. Aus dieser Ehe ging eine Tochter hervor, die den englischen Reeder Ames heiratete. Ein Enkel des Grafen, der Hans Poelzig, war einer der berühmtesten Architekten. Er schuf unter anderen das Karl-Liebknecht-Haus, das Funkhaus Berlin und das Bauhaus Dresden. 
Im 16. Jahrhundert war der Ort von einer Dornenhecke umgeben und die Wasserburg von einem Wasser-Wallgraben geschützt - so durchlebte Pölzig in den Jahrhunderten unruhige Zeiten. Die Bauern mussten Frondienste leisten und die Pest suchte den Ort in den Jahren 1611, 1613 und 1637 heim. Ende des 30jährigen Krieges hausten die Soldateska so, dass der Ort am Aussterben war.
Man erholte sich langsam, so dass man 1790 wieder 90 Häuser mit 733 Einwohner zählte.
Durch die industrielle Entwicklung mit der Kammgarnspinnerei und Wollkämmerei vergrößerte sich Pölzig im Jahr 1885 auf 1219 Einwohner. Mit dem Aufkommen der Zementindustrie war der Niedergang der Steinbrüche verbunden und die Produktion der Kammgarnspinnerei und Wollkämmerei wurde in größere Städte verlegt. Als Ausgleich entstand eine Zigarrenfabrik.
Aufgrund der Inflation, nach dem 1. Weltkrieg, brachte Pölzig eigenes Notgeld heraus. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs blüht Pölzig unaufhaltsam auf. 

Sehenswertes in Pölzig:

  • Rundwanderweg Pölzig
  • Alter Bahnhof Pölzig der "Wuitz-Mummsdorfer"
  • Kirche in Pölzig
  • Baumbestand im ehemaligen Schlosspark
  • Schlossruine
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