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Tourismus im Vogtland multimedial

3. Tourismustag zu Anforderungen, Risiken und Chancen des regionalen Marketings im Internetzeitalter

„Was Sie nicht kennen und nicht finden, können Sie auch nicht kaufen“, mit dieser simplen Formel machte Peter Zimmermann, Staatsekretär und Regierungssprecher des Freistaates Thüringen, als Gastreferent des 3. Tourismustages Thüringer Vogtland, deutlich, worauf es bei der Medienpräsenz ankommt. Man muss gefunden werden und  fesselnd sein bei der Vielzahl von Angeboten, die die jeden Tag auf den potenziellen Nutzer einströmen, erst recht im Internetzeitalter.
Tourismusmarketing und neue Medien als Themenschwerpunkt  des 3. Tourismustages Thüringer Vogtland waren also gut gewählt, was sich auch in der Zahl der Teilnehmer dieser Tagung im Bio-Seehotel Zeulenroda-Triebes widerspiegelte. Sowohl Leistungsträger aus Gastronomie und Beherbergungsgewerbe als auch Entscheidungsträger aus den Kommunen, aus Ämtern und Behörden zeigten reges Interesse an dieser von Landkreis, Tourismusverband und Regionalmanagement gemeinsam organisierten Veranstaltung.
Die Talsperre Zeulenroda vor Augen, warb der Bürgermeister der Gastgeberstadt, Frank Steinwachs, in seiner Begrüßung für ein einheitliches regionales Vermarktungskonzept für eben diese Talsperre, die bekanntlich in absehbarer Zeit ihren Trinkwasser-Status verlieren und damit für den Tourismus nutzbar wird. Ein Vorhaben, das sich der Tourismusverband Thüringer Vogtland ganz oben auf seine Prioritätenliste geschrieben hat, wie dessen Vorsitzende, Landrätin Martina Schweinsburg, bekräftigte.
Doch bei allem notwendigen wie löblichen Lokalpatriotismus, Heimat- und Traditionsbewusstsein, gab Peter Zimmermann zu bedenken, das man „groß denken muss“, will man im interregionalen Wettbewerb  und in der multimedialen Angebotsvielfalt bestehen. „Verlassen Sie das Klein-Klein Ihrer Herkunft, seien Sie frech in der Vermarktung Ihrer Produkte, stärken Sie Ihre Marke“.  Aus seiner Sicht ersetzt und ergänzt das Internet heute mehr und mehr die Mund-zu-Mund-Propaganda. Und weil die bekanntermaßen sehr oft über Erfolg oder Misserfolg einer Sache entscheidet,  komme der Präsenz im weltweiten Datennetz eine immense Bedeutung zu.
Wie man im Netz schnell gefunden wird, wie man zum Klick auf die eigene Homepage verführt und wie man das multimediale  Service-Angebot überschaubar und praktikabel gestaltet, ohne sich in den Fallstricken  der rechtlichen Rahmenbedingungen zu verheddern, darüber referierten im Anschluss anschaulich und praxisnah Dr. Lutz Wolf vom Fachbereich Mediengestaltung des Berufsbildungszentrums in Pößneck,  Robert Hünicke von  der IHK Ostthüringen zu Gera sowie Susann Begrow, Onlinemarketing-Managerin. Welche Potenziale im Geocaching, der GPS-gestützten Schnitzeljagd, stecken und über dessen ständig steigende Fangemeinde, darüber informierte Thomas Froitzheim von Naviso Outdoornavigation.

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